Gründung der Fächerstadt Karlsruhe 1715

Der Markgraf Karl-Wilhelm gründete die Stadt Carlsruhe. Im weiten Wald zwischen den alten Residenzen Durlach und Mühlburg wurden Schneisen für ein Residenzschloss geschlagen, das Mittelpunkt einer neuen Stadt werden sollte. Die besondere Planungsidee des Markgrafen war das System mit strahlenförmig vom Schlossturm ausgehenden Straßenzügen, Wegen und Alleen - wie einem Fächer nachempfunden.

Zur Umsetzung des imposanten Vorhabens fehlten zunächst neue Bürger, die den Aufbau mit handwerklichem Geschick vorantrieben. Am 17. September 1715 warb Markgraf Karl-Wilhelm mit dem Privilegienbrief "Freyheiten, Privilegien und Sonderbahre Begnadigungen" für die Ansiedlung in der neuen Stadt. Er lockte u.a. mit Bürgerrechten, Religionsfreiheit und einem Bauplatz einschließlich Holz zum Bauen.
 

Einberufung der Glaserzunft 1746

Auf Gesuch der ansässigen Glaser und Dreher (vier Glaser und fünf Dreher) wurde eine Zunftordnung geschaffen. Sie trat am 20. September 1746 in Kraft und enthielt, für beide Handwerke separat, 26 Ordnungsregeln für das Zusammenleben und Verhaltensweisen. Die ersten Meister waren dabei Michael Bürger, Johannes Xeller, Johann Phillipp Xeller und Johann Jakob Häußer. Die Karlsruher Glaser können damit auf eine fachliche Tradition von über 250 Jahren zurückblicken.

Die Fächerstadt Karlsruhe um 1739
(Stich von Christian Thran)
 

Gründungsmedaille der
Fächerstadt